Kaliumcitrat

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Kaliumcitrat wird manchen vielleicht bekannt vorkommen, den meisten aber eher unbekannt sein. Jedoch kann dieses Mineral mehr als man vermutet und kann dem Körper auf viele Arten nützlich sein.

Was Kaliumcitrat genau ist, in welchen Bereichen es angewendet wird und wie genau es uns vor Nierensteinen schützen kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist Kaliumcitrat?

Kaliumcitrat wird aus Zitronensäure gewonnen und setzt sich zusammen aus Kalium und Citrat. Kalium ist dabei ein wichtiger Mineralstoff und notwendig für den menschlichen Körpers. Kalium hat zahlreiche wichtige Funktionen, wie zum Beispiel die Regelung des Wassergehalts innerhalb der Zellen. Jedoch ist es auch für die Herzfunktion und den Muskelaufbau entscheidend, da es bei der Herstellung von Eiweißen hilft. Citrate sind wichtig um Basen zu bilden und Energie über den Citratzyklus zu gewinnen. Kaliumcitrat ist meist in Form von Tabletten oder Pulver erhältlich, ist weiß und geruchslos und gut in Wasser löslich. Benutzt wird es in der Medizin, Lebensmitteltechnik, Pharma- und Kosmetikindustrie.

Anwendung

Da Kaliumcitrat ein basisches Mineral ist, ist es Bestandteil der basischen Ernährung und hat eine entsäuernde Wirkung. Basische Ernährung soll der Übersäuerung der Körpers vorbeugen und somit schwachen und brüchigen Knochen. Dementsprechend wird Kaliumcitrat unter anderem in diesen Bereichen verwendet.

Bei Osteoporose, oft auch als Knochenschwund bezeichnet, kann Kaliumcitrat vorbeugend oder lindernd wirken. In Studien wurde gezeigt, dass die Knochendichte bei postmenopausalen Frauen durch die Einnahme von Kaliumcitrat erhöht werden konnte.

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Kaliumcitrat wird oft zur Vorbeugung von Nierensteinen eingesetzt und kann auch bei anderen Entzündungen der Harnwege eingesetzt werden, wie zum Beispiel einer Blasenentzündung. Es wird außerdem angewandt um Herzrhythmusstörungen vorzubeugen, wenn diese durch Kaliummangel im Blut ausgelöst wurden. Außerdem hat es eine blutdrucksenkende Wirkung und kann somit auch für Menschen mit Bluthochdruck hilfreich sein.

Kaliumcitrat wird in der Lebensmittelindustrie als Säuerungsmittel und Säureregulator verwendet und ist auch unter der Nummer E332 in der Liste der Lebensmittelzusatzstoffe zu finden.

Kaliumcitrat gegen Nierensteine

Seine Hauptanwendung findet Kaliumcitrat in der Vorbeugung von Nierensteinen.  Nierensteine entstehen durch ungelöste Kalzium- und Harnsäuresalze die sich in den Nieren bilden. Je nachdem wie groß diese Gebilde werden bleiben sie unbemerkt oder nicht. Es kann vorkommen, dass sehr kleine Nierensteine einfach mit dem Urin ausgeschieden werden und keine Probleme verursachen. Wenn sie allerdings so groß sind, dass sie im Harnleiter, der Blase oder der Harnröhre stecken bleiben und sich dort sammeln kann dies zu großen Schmerzen und Problemen führen.

Durch viel trinken und einer Umstellung der Ernährung kann man schon dem anfänglichen Verklumpen der Mineralien in den Nieren vorbeugen, jedoch reicht das manchmal nicht. Kaliumcitrat kann da weiter helfen. Es wird im Körper zu Kohlendioxid und Bicarbonat verarbeitet. Dies erhöht den pH-Wert des Urins, der Urin ist also weniger sauer und kann somit Salze besser lösen. Dies beugt der Bildung von Kalzium-, Harnsäure und Zystinsteinen vor. Diese Wirkung wurde in mehreren Studien nachgewiesen.

Nebenwirkungen

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Kaliumcitrat ist in der Regel harmlos und kann ohne Bedenken eingenommen werden. Trotzdem sollte man vorher die genaue Einnahme und Dosierung mit einem Arzt abklären. Mögliche Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden, Erbrechen und Durchfall. Das Risiko an solchen Nebenwirkungen zu leiden kann aber verringert werden wenn man das Kaliumcitrat während des Essens oder direkt im Anschluss mit viel Flüssigkeit zu sich nimmt. Überflüssiges Kalium kann durch den Urin wieder ausgeschieden werden.

Fazit

Kaliumcitrat kann mehr als man denkt und ist vor allem zur einfachen Prophylaxe möglicher gesundheitlicher Probleme hilfreich. Es kann Knochenschäden, sowie Nierensteinen und Herzproblemen schon im frühen Stadium vorbeugen und hat dabei kaum Risiken und Nebenwirkungen. Wer mehr über ähnliche natürliche Mineralien wissen möchte oder die Wirkung von basischen Mineralien im Allgemeinen sollte sich mit basischer Ernährung auseinander setzen, da diese auf basischen Mineralien und Entsäuerung des Körpers aufgebaut ist.

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