Kolloidales Silber – ein natürliches Antibiotikum ohne Resistenzen

SilbergabelLange Zeit war Silber nicht nur ein wertvolles Edelmetall, sondern auch eine wirksame Arznei. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurde kolloidales Silber in seiner häufigsten Darbringungsform, dem Silberwasser, erfolgreich als Antibiotikum angewandt. Mit dem erhöhten Bedarf an Medizin im 2. Weltkrieg verdrängte jedoch das preiswertere Penicillin den natürlichen Wirkstoff, welcher daraufhin zu einer medizinischen Randerscheinung wurde.

Doch viele Ärzte wenden sich heute wieder kolloidalem Silber zu, denn im Laufe der Zeit entwickelten immer mehr Krankheitserreger Resistenzen gegen Antibiotika. Die Suche nach alternativen Therapiemöglichkeiten führt dabei meist zu natürlichen Substanzen wie Manuka Honig oder eben Silberwasser. Im Gegensatz zu Penicillin und anderen chemisch erzeugten Antibiotika bildet es keine Resistenzen gegen Bakterienstämme aus und wirkt weitestgehend ohne Nebenwirkungen. Zudem ist sein Einsatzspektrum weit gefächert und reicht von Hauterkrankungen, bis zu Infektionen.

Was ist kolloidales Silber?

Unter einem Kolloid versteht man in der Chemie einen Stoff, der aus zwei verschiedenen Aggregatszuständen besteht. Beim Kolloidalen Silber sind das Fest – Silberpartikel – und Flüssig – Wasser. Es handelt sich insofern um frei im Wasser schwimmende Silberpartikel.

Maßeinheit für kolloidales Silber ist ppm (Teilchen pro Millionen). Dabei handelt es sich um eine Gewichtseinheit. So entspricht 1 ppm einem Mg auf einem Liter.

Nochmal ein Interview mit Experte Werner Kühni zum Thema kolloidales Silber:

Herstellung und Beschaffenheit des Silberwassers

Die Herstellung von kolloidalem Silber geschieht mittels der Elektrolyse, welche aus hochreinem Silber kleinste Partikel löst. Dazu müssen zwei Silberstäbe in destilliertem Wasser unter Spannung gesetzt werden. Durch die angelegte Spannung geben diese in der Folge kleinste Silberteilchen ab, welche sofern sie klein genug sind, durch die Braunsche Molekularbewegung im Wasser in der Schwebe bleiben.

Hobbychemiker können sich mit diesem Verfahren sogar selbst ihr kolloidales Silberwasser herstellen. Der Vorteil: frisch hergestelltes Silberwasser hat die höchste Wirkung und bleibt länger aktiv. Doch hier gibt es einiges zu beachten:

  • Nur hochreine Silberstäbe (Reinheit 99,99%) dürfen verwendet werden.
  • Ausschließlich dampfdestilliertes Wasser verwenden. Nimmt man z.B. Trinkwasser, entstehen statt kolloidalem Silber giftige Silbersalze.
  • Das Erzeugnis nicht in der Nähe von elektrischen Geräten wie Handys oder Kühlschränken aufbewahren.
  • Die Flaschen vor Gebrauch immer gut durchschütteln.

Wirkung im Körper

Moleküle

Kolloidales Silber ist im Körper der Feind aller Pilze, Viren und Bakterien. Denn die winzig kleinen Partikel haben die Eigenschaft in die Krankheitserreger eindringen zu können. Dort angelangt besetzen die Edelmetall-Ionen das Atmungsenzym der Bakterien, Pilze und Viren, welche in der Folge absterben.

Untersuchungen in vitro (Untersuchungen im Reagenzglas) zeigten, dass kolloidales Silber in der Lage ist, innerhalb von nur 6 Minuten ca. 650 verschiedene Krankheitserreger abzutöten. Großer Vorteil von kolloidalem Silber ist dabei, dass Bakterien keine Resistenzen gegen das Edelmetall entwickeln. Die Untersuchung zeigte zudem dass eine Konzentration von 10 ppm am wirkungsvollsten ist. Darauf wollen wir jetzt eingehen.

10, 25 oder 50 ppm?

Es ist nahezu eine Glaubensfrage geworden: Welches kolloidale Silber ist das beste?Auf den ersten Blick fällt das Urteil leicht. Je mehr mg Silber pro Liter, also je höher die ppm, desto besser ist das kolloidale Silber. Doch ganz so einfach ist es leider nicht. Um eine höhere ppm-Zahl zu erreichen, muss man länger Strom auf die Silberstäbe fließen lassen. Dadurch löst sich mehr Silber. Allerdings bilden sich nicht mehr Silberteilchen, sondern es entstehen wenige große Partikel.

Entscheidend ist jedoch die Anzahl, da nur ein Silberpartikel einen Erreger angreifen kann. Man kann sich das ganze wie ein Becken mit 50 Zielen vorstellen. Es gilt so viele der Ziele wie möglch zu treffen. Als Wurfgeschoss kann man entweder 100 Tischtennisbälle oder einen Medizinball wählen. Womit ist man wohl erfolgreicher?

Die größte Anzahl an Silberteilchen findet man bei 10 ppm. Lässt man länger Strom auf die Silberstäbe fließen, erhöht sich zwar die ppm-Zahl, doch die Partikel ziehen einander an und bilden wenige große Silberteilchen. Der optimale Wirkbereich von kolloidalem Silber liegt insofern bei 10 ppm. Das soll nicht heißen, dass höhere Konzentrationen unwirksam sind, sie sind lediglich weniger effektiv.

Silberwasser Anwendung

Bakterielle Infektionen spielen bei einer Reihe von Krankheiten eine Rolle. Ebenso breit ist insofern auch das Einsatzgebiet des Naturheilmittels gefächert. Es reicht von Hautkrankheiten über Wundheilung bis hin zu Infektionen.

Hautkrankheiten

Bei Hautproblemen eröffnet sich ein weites Wirkungsspektrum, da Silberwasser sowohl bei einer vielzahl von Hautkrankheiten hilft

  • Narben und Hautdehnungsstreifen: So können Narben und Hautdehnungsstreifen, z.B. nach einer Schwangerschaft sehr gut mit dem Naturheilmittel therapiert werden. Hier bietet sich vor allem eine Anwendung mit einer Silbercreme an.
  • Hautpilze: Des Weiteren kann ein Pilzbefall der Haut oder der Nägel mit dem Edelmetall behandelt werden, da kolloidales Silber wie bereits erklärt, das Atmungsenzym von Pilzen blockiert und diese somit unschädlich macht. Hier eignet sich eine kombinierte innerliche und äußerliche Anwendung. Äußerlich durch tägliches Auftragen von Silberwasser oder einer Silbercreme und innerlich durch eine Einnahme von 3x täglich 2 cl kolloidalem Silber.
  • Verbrennungen: Eine gute Wirksamkeit zeigt sich zudem bei Hautverbrennungen und Sonnenbrand. Hier kommt die kühlende Eigenschaft des Silbers zum Tragen. Die Rötungen und Spannungen der Haut gehen bei einer Behandlung schnell zurück, die Schmerzen lassen nach und die Hautregeneration wird gefördert.
  • Neurodermitis: Auch einer Neurodermitis liegen bakterielle Infektionen zu Grunde. So finden sich bei über 90 Prozent aller Patienten Staphylococcus Aureus Bakterien auf der Haut. Durch die antimikrobielle Wirkung des Silberwassers werden diese abgetötet und die Haut regeneriert sich wieder. Ist die Neurodermitis großflächig, eignet sich ein tägliches Einsprühen mit kolloidalem Silber.

Akne Naturheilmittel

Wundheilung

Bei Wundheilungsprozessen greift selbst die Schulmedizin auf die vielseitigen Wirkungen des Naturheilmittels zurück. So wirkt Silberwasser zusammenziehend auf die Oberflächen von offenen Wunden und beschleunigt die Heilung. Der Handel bietet Kompressen, Verbände und Pflaster an, die mit kolloidalem Silber getränkt sind und so einer Wundinfektion entgegenwirken. Die Wunden können auch direkt mit flüssigem kolloidalem Silber behandelt werden.

Selbstverständlich sollte bei größeren offenen Wunden dies mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden; es muss hier sehr hygienisch vorgegangen werden. Bei kleineren Wunden, z. B. frischen Schnittverletzungen, kann man das Kolloid direkt tropfenweise darauf geben bzw. die Wunden einsprühen. Die so behandelten Wunden verheilen in der Regel schneller und es sind weniger oder keine Komplikationen zu erwarten.

Bakterielle Infektionen

Durch die bakterienabtötende Wirkung sind viele Therapiemöglichkeiten gegeben: Zahnfleischinfektionen, Borreliose, Mittelohr-, Blasen- oder Magenschleimhautentzündungen sind nur einige Einsatzorte. Diese Entzündungen sind mit einer oralen Einnahme von Silberwasser behandelbar.

Für eine Blasenentzündung wird in der Literatur z.B. eine Einnahmen von täglich 3x 2 cl 10 ppm kolloidales Silber empfohlen. Dabei sollte die Einnahme möglichst auf nüchternen Magen erfolgen, damit sich das Mittel schneller und wirkungsvoller im Körper verteilen kann.

Nebenwirkung

Wer sich im Internet mit dem Thema kolloidales Silber beschäftigt, stößt früher oder später auf Bilder von Personen mit einer blau-grauen Haut. Verursacht wurde das durch kolloidales Silber. Doch Du kannst dich wieder entspannen. Die betreffenden Personen haben über mehrere Jahre täglich über einen 1/2 Liter Silberwasser getrunken. Wer sich insofern an Einnahmeempfehlungen hält und diese nicht maßlos überschreitet, wird auch nicht zum Schlumpf.

Noch deutlicher wird dies, wenn man versteht, das man kolloidales Silber nicht mit Nahrungsergänzungsmitteln vergleichen kann, die man über lange Zeit und mitunter hochdosiert einnehmen darf. Anwendungen mit kolloidalem Silber sollten nur übergangsweise erfolgen, wenn beispielsweise akut entzündliche Prozesse vorliegen oder Hautprobleme damit behandelbar sind. Nach dem Abklingen der Beschwerden bzw. erfolgter Heilung gibt es keinen Grund, das Silberwasser permanent zu verwenden.

Literaturempfelungen:

  • Kolloidales Silber als Medizin“ von Werner Kühni und Walter von Holst, AT-Verlag, zweite Auflage 2006

Bildquellen

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