Liposomales Vitamin C – Eine Hochdosis für den Körper

OrangensaftDie Bedeutung von Vitamin C ist allgemein bekannt und Supermärkte, Drogerien und Apotheken bieten es in unterschiedlichen Formen an. Vor allem in der Winterzeit wird uns dessen schützende Wirkung bei grippalen Infekten und Erkältung suggeriert, doch kaum einer weist auf die Probleme hin, die mit der Vitamin C Aufnahme in unserem Körper grundsätzlich in Zusammenhang stehen.

Doch Forscherteams haben einen neuen Weg gefunden, wie Vitamin C unserem Körper effektiver zugeführt werden kann: Liposomales Vitamin C. Doch warum fällt die Verwertung von Vitamin C Präparaten so schwer und was zeichnet liposomales Vitamin C aus?

Problematische Vitamin C Aufnahme

Vitamin C wird oftmals in Form der industriell billig hergestellten Ascorbinsäure angeboten. Diese ist für den menschlichen Körper jedoch kaum zu verwerten. Die für den menschlichen Körper verwert- und aufnehmbare Form ist die L-Ascorbinsäure. Aber auch diese Form unterliegt weitgehenden Einschränkungen bezüglich der Aufnahmefähigkeit durch unsere Darmschleimhaut, über die fast alle Vitalstoffe aus dem Nahrungsbrei aufgenommen und ans Blut übergeben werden.

Das entscheidende Aufnahme-Hindernis liegt in einem unterschiedlichen Milieu-Zustand. Vitamin C ist eine wasserlösliche Substanz und die Zellen der Darmschleimhaut sind fettlöslich. Da sich, wie man am Tropfen Olivenöl im Wasser erkennen kann, Wasser und Fett gegenseitig abstoßen, gestaltet sich die Vitamin C-Aufnahme schwer.

Vitamin C, ein flüchtiger Vitalstoff

Vitamin C wird also von unserem Körper nur in eingeschränkter Form aufgenommen. Darüber hinaus hat es im Transportmedium Blut nur eine geringe Verweildauer, bis es zerfällt und unbrauchbar wird. Die Aufnahme von Vitamin C durch unsere Schleimhautzellen liegt im Verlauf von 2 Stunden bei 150 – 200 mg und die maximale Verweildauer im Blut, bevor es unbrauchbar wird, liegt ebenfalls bei 2 Stunden.

Das bedeutet, ich kann meinem Körper maximal 200 mg Vitamin C auf einmal zuführen, der Rest wird nicht verwertet. Nimmt man konsequent alle zwei Stunden 200 mg Vitamin C zu sich, kann man bei 7 Einnahmen maximal auf 1400 mg pro Tag kommen.

1 Glas OPC

 

Der problematische Tagesbedarf

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfahl im Jahr 2000 noch eine Tagesdosis von 75 mg. Diese wurde inzwischen auf 100 mg angehoben. Neuere Empfehlungen gehen von einer Mindestzufuhr von 150 mg pro Tag aus und Orthomolekular-Ärzte erklären, dass Vitamin C nur in höheren Mengen vor Krankheiten schützt und empfehlen gar 2 g über den Tag verteilt. Und das Ganze nur zur Aufrechterhaltung eines schon ausreichend bestehenden Vitamin C Spiegels. Was nützt mir aber die Verabreichung von 2000 mg pro Tag, wenn der Körper während eines Tages nur etwa 1500 mg aufnehmen kann.

Sollten sie jedoch, wie der überwiegende Teil der Menschen in den zivilisierten Gebieten, an einer gravierenden Unterversorgung leiden oder gar Raucher sein, dann reicht eine Tagesdosis von 2000 mg Vitamin C bei weitem nicht aus, um ihren Vitamin C Spiegel anzuheben. Die Orthomolekular-Mediziner gehen in diesen Fällen von Dosen zwischen 3 und 6 g aus, um den Vitamin C Spiegel anzuheben. Ganz abgesehen davon, wenn man das Vitamin C zur akuten Krankheits-Bekämpfung einsetzen möchte, dann sind Dosen von 10 – 20 g pro Tag angeraten. Das ging bisher nur über eine Vitamin C Hochdosis Therapie, bei der der Vitalstoff direkt ins Blut gegeben wird.

Die Vitamin C-Problematik anschaulich im Video dargestellt:

Wie kann die Aufnahme verbessert werden?

Die dargestellte Problematik zeigt, dass es schwierig ist, den Körper mit ausreichend Vitamin C zu versorgen. Allerdings gibt es Möglichkeiten, die Aufnahme zu verbessern.

Vitamin C Matrix

Vitamin C Ester im Vergleich zur AscorbinsäureHier wird das Vitamin C in eine durchlässige Hülle, eine sogenannte Matrix, verpackt, die dann nach der Einnahme langsam über einen gewissen Zeitraum nach und nach das Vitamin C abgibt. Laut Angaben liegt die Dauer der Verabreichung von Vitamin C Matrix zwischen 4 und 6 Stunden, was das doppelte, bzw. dreifache von normaler Ascorbinsäure ist.

Vitamin C Ester

Bei dieser Form wird mittels eines chemischen Prozesses Vitamin C an Ester gebunden. Man schreibt ihr eine wesentlich bessere Aufnahme durch die Schleimhautzellen Darmwand und eine längere Verfügbarkeit im Blut zu. Eine Studie des International Clinical Nutrition Review zeigte, dass der Vitamin C-Gehalt im Blut bei der Einnahme von Vitamin C Ester durchschnittlich doppelt so hoch ist, wie bei herkömmlicher Ascorbinsäure.

Liposomales Vitamin C

Doch die neueste und wohl fortschrittlichste Darreichungsform von Vitamin C ist liposomales Vitamin C. Liposome sind ein noch neuartiger Transportmechanismus für Vitamin C und andere Vitalstoffe und bestehen aus einer Hohlkugelstruktur. Das Innere kann mit unterschiedlichen Wirk- und Nährstoffen aufgefüllt werden, wie z.B. Vitamin C.

Die äußere Hülle von Liposomen besteht aus einem Phosphat- und einem Lipidmolekül, die über ein Glycerolmolekül verbunden werden. Diese Verbindung bezeichnet man als Phospholipid. Wenn während dieses Verbindungsprozesses das Vitamin C anwesend ist, dann wird es automatisch in deren inneren Hohlraum eingeschlossen.

Phospholipide sind ein wesentlicher Bestandteil aller Zellmembranen, die die Haut unserer Zellen und Mitochondrien darstellt. Daher benötigt unser Körper eine dauerhafte Versorgung mit Phospholipiden über die Nahrung. Versteckt man nun das Vitamin C in einem Phospholipid, liposomales Vitamin C genannt, kann man das gezielt für die Vitamin C-Aufnahme nutzen

Nun kommt das Phospholipid mit dem darin eingeschlossenen Vitamin C an die Darmschleimhautzelle und wird ohne jegliche Hinderung sofort aufgenommen und ans Blut zum Weitertransport übergeben, da es genau wie die Schleimhautzellen fettlöslich ist. Das Blut bringt das liposomale Vitamin C an die Zelle, die es wiederum mit „Freude“ aufnimmt, da sie das Phospholipid für ihre Membran benötigt. Dort im Innern der Zelle werden die Phospholipide aufgespalten und verwertet. Dabei wird auch das darin befindliche liposomale Vitamin C frei und kann direkt in der Zelle wirken, wo es für sehr viele Stoffwechselvorgänge dringend benötigt wird.

Durch diese einfache Modifikation des liposomalen Vitamin C lässt sich eine vielfach höhere Bioverfügbarkeit und Verweildauer im Körper erreichen, als bei allen anderen Darreichungsformen von Vitamin C. Durch liposomales Vitamin C steht uns somit eine Versorgung mit Vitamin C zur Verfügung, die es uns ermöglicht, fast jede Dosis unserem Körper zuzuführen.

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  1. […] Abgesehen von dem Streit um natürliches Vitamin C und Ascorbinsäure gibt es eine weitere neue Darreichungsform von Vitamin C: Liposomales Vitamin C. Liposomales Vitamin C geht zwei entscheidende Probleme der Supplementierung mit Vitamin C an: Zum einen verweilt Vitamin C nur kurz im Körper und muss daher über den Tag verteilt aufgenommen werden, zum anderen wird es von als wasserlösliches Vitamin von der Darmwand nicht vollständig aufgenommen. Verpackt man es jedoch in ein Lipid, kann es die Darmwand einwandfrei passieren, verweilt länger im Körper und ist somit geeignet, um den Körper mit noch mehr Vitamin C zu versorgen. Mehr zu Liposomalem Vitamin C >> […]

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